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Einführung in den Bau der MLD 3.0.3

Vorwort:

Da wir immer nach neuen Mitstreitern suchen und einige sicher von der MLD angetan sind, aber doch verschreckt von der Entwicklungsumgebung möchte ich hiermit mal ein Step-by-Step Howto build for MLD3.x zusammentippen. Dieser Teil richtet sich nicht nur an potentielle Entwickler, sondern kann von jedem neuen User Schritt für Schritt nachgestellt werden um selbst die bereitgestellten Addons zu bauen.

Vorbereitung

Da MLD3.x auf Ubuntu basiert ist es sinnvoll auch ein neueres Ubuntu zum Entwickeln zu nutzen. Im Folgenden gehe ich auf den neusten Entwicklungszweig ein und deswegen wird ein Ubuntu Raring(13.04) Derivat benötigt. Hierbei ist es egal ob es Kubuntu, Ubuntu, Linux Mint usw… ist es muss einfach nur auf Version 13.04 aufbauen.

1. Schritt Ubuntu 13.04 installieren (Desktop oder Minimal)

Wie man ein System installiert muss ich hoffentlich nicht beschreiben, ansonsten ist man wohl falsch im Wiki abgebogen…

Ubuntu vorbereiten

Nach der Installation ist es wichtig Ubuntu auf den neusten Stand zu bringen. Das ist wichtig, da die Entwicklungsumgebung so auch Zugriff auf die neusten Libraries und Binaries hat. Also in der Shell oder im Terminal folgendes eingeben:

1. sudo apt-get update
2. sudo apt-get dist-upgrade

Nun noch einige Basis Pakete installieren um an die Entwicklungsumgebung zu kommen:

3. sudo apt-get install subversion make mercurial git-core python-software-properties cvs squashfs-tools ipsvd

Wer eine 13.04 minimal Installation benutzt muß noch folgendes installieren:

4. sudo apt-get install software-properties-common

Holen der Entwicklungsumgebung

So nun haben wir Ubuntu soweit vorbereitet für unsere Sachen und können anfangen uns die Entwicklungsumgebung zu holen. Die folgenden Befehle wieder in einer Shell oder Terminal ausführen. Als erstes clonen wir die Entwicklungsumgebung.

1. svn co http://minidvblinux.de/svn-3/MLD/branches/raring MLD

Wenn dabei etwas schief geht hat man sicherlich etwas bei Ubuntu vorbereiten vergessen
Nun Wechseln wir in den Ordner MLD welcher schon die wichtigsten Werkzeuge für uns beinhaltet. Man könnte jetzt ein make starten dieses würde aber sofort abbrechen weil einige benötigte Ubuntu Pakete fehlen. Um nun nicht immer wieder weitere fehlende Ubuntu Pakete installieren zu müssen rate ich dazu sich erst einmal die ganze Entwicklungsumgebung zu laden und alle Beziehungen (ab sofort deps) aufzulösen. Klingt schlimmer als es ist.

2. cd MLD

Nun holen wir erst mal alle Pakete:

3. make checkout_all

Da nicht alle Pakete aus dem Precise ppa sind müssen wir nun leider nochmal Hand anlegen:
Für Vdrtranscode brauchen wir Handbrake zum Umwandeln verschiedener Video Formate aus folgendem PPA:

4. sudo add-apt-repository ppa:stebbins/handbrake-releases

Für XBMC brauchen wir folgende PPA:

5. sudo add-apt-repository ppa:nathan-renniewaldock/xbmc-nightly

Dann muß noch die Datei /etc/apt/preferences.d/xbmc mit folgendem Inhalt angelegt werden:

6. Package: *
Pin: release o=LP-PPA-nathan-renniewaldock-xbmc-nightly
Pin-Priority: 1000

Dies ist notwendig damit nicht die Pakete aus dem Repository von Wolfgang Schupp(ppa:wsnipex/xvba-dev) installiert werden(Versionsnummern Konflikt) sondern immer die neuesten vom Nightbuildserver.

Noch Medibuntu hinzufügen:

7. make -C lib-xine add_medibuntu

Als nächstes lassen wir die deps der Pakete auflösen.

8. sudo apt-get update
9. sudo apt-get install $(make deps)

Nachdem das durchgelaufen ist haben wir eine fertig eingerichtete Entwicklungsumgebung.

Einzelnes Addon/Plugin bauen:

Die meisten wird wohl nur eins interessieren, wie baue ich einzelne Addons. Das ist ziemlich einfach, vor allem gibt es in der Entwicklungsumgebung Plugins/Addons, welche es aus unterschiedlichsten Gründen (z.B. Stabilität nicht auf die Website geschafft haben). Ich zeige nun anhand eines Beispiels das Bauen eines einzelnen Addons (hier nun dvb-usb).

1. cd dvb-usb
2. make

So das war schon die Zauberei. Die Entwicklungsumgebung wird nun automatisch den Kernel laden (braucht die Header usw.) dann dvb bauen, weil da die dvb-usb Treiber drin sind und diese dann in ein schönes Addon schnüren und nach build/MLD/!_addons legen. Dieses muss man nur noch auf den VDR ablegen unter /etc/addons und per OSD aktivieren. Das kann man nun beliebig mit jedem Ordner (der übrigens immer ein Addon/Plugin repräsentiert) machen.
Sollten einzelne Addons nicht bei den Quellen beiliegen, findet sich im Artikel MLD 3 Bauen eines Addons eine Beschreibung, wie man neue Addons hinzufügt.

Alles Bauen

Natürlich kann man auch mit einem Rutsch alles auf einmal bauen lassen. Je nach Maschine kann das zwischen 50min und 18h dauern. Man wechselt erst einmal wieder nach build/MLD wenn man nicht sowieso schon da ist und nun:

1. make all

und schon ist der Rechner eine Weile beschäftigt. Wenn er fertig ist hat man unter build/MLD/!_addons die ISO’s und alle Plugins/Addons liegen, die es bereits für die MLD in die Entwicklungsumgebung geschafft haben.

ISO Bauen

So nun möchten wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern natürlich ein Addon oder Iso bauen. Um die vorgefertigten Isos die es auch auf der Website gibt zu bauen reicht ein einfaches

1. make

Man beachte dabei, dass wir weiterhin im build/MLD Ordner sind. Wenn man sein ISO individuell anpassen möchte, sollte man eine entsprechende Beschreibung in build/MLD/Makefile.config hinterlegen. Das kann dann so aussehen:

addon_lists = "devel = locales install network webserver alsa xorg vdr addons setup xinelib xineliboutput"

Auf dem neusten Stand bleiben

Da wir immer mal wieder neue Sachen einchecken lohnt es sich immer wieder mal ein update der Entwicklungsumgebung zu machen. Dabei sollte man auf eine Sachen achten. Erst einmal:

1. svn up
2. wenn sich hierbei die modules.list geändert hat (wird angezeigt) muss man 3. Machen ansonsten 4.
3. make checkout_all

Das Folgende braucht man NUR wenn modules.list sich nicht verändert hat.

4. make update_all

Wenn sich durch checkout_all oder update_all Plugins/Addons ändern, werden diese automatisch sauber gemacht. Um nun noch sicherzustellen das wir beim nächsten Bauen keine Probleme bekommen sollten wir nochmal die deps auflösen lassen mit

5. sudo apt-get install $(make deps)

Das ist zwar nicht nötig, stellt aber sicher, das ein make all ohne weitere Nachfragen durchläuft. Nun kann man wieder wie gewohnt (siehe Oben) bauen.

OPTIONAL: Addon aus altem PPA bauen (Erfahrenere User)

Es mag Leute geben die sich ein Addon bauen wollen, welches nur in älteren ppas vorhanden ist. Ich erkläre hier am Beispiel von Dillo wie man bei so etwas vorgeht.

1. sudo add-apt-repository ppa:d.filoni/dillo

Bei dillo fahren wir bewusst noch kein update, da das knallt. Dillo ist leider so alt das wir ein bisschen tricksen müssen und apt-get auf den lucid brunch umleiten müssen. Da ich eine Desktop Umgebung nutze geht das wie folgt:

2. sudo gedit /etc/apt/sources.list.d/**d_filoni-dillo-natty.list** (Die *.list weicht natürlich ab für andere Addons)
 3. hier **tauschen** wir nun natty gegen lucid das sieht dann so aus:
  deb http://ppa.launchpad.net/d.filoni/dillo/ubuntu **lucid** main
  deb-src http://ppa.launchpad.net/d.filoni/dillo/ubuntu **lucid** main
4. speichern und schließen
5. sudo apt-get update

So nun können wir aber wieder schön einfach mit make arbeiten. D.h. make deps durchführen und bauen wie unten beschrieben.